Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

Berndt Keller: "Berufsgewerkschaften im System der Tarifverhandlungen: Voraussetzungen, Ziele, Konsequenzen" (07.12.2015)

Am 07.12.2015 hielt Berndt Keller einen Vortrag zum Thema: "Berufsgewerkschaften im System der Tarifverhandlungen: Voraussetzungen, Ziele, Konsequenzen".

Logo "Aktuelle Debatten der Soziologie"

Zum Thema:

Berufs- und Spartengewerkschaften haben als autonome Akteure der Tarifpolitik seit den frühen 2000er Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Im Vortrag werden zunächst zentrale Merkmale dieses spezifischen Organisationstyps (u. a. Mit-gliederzahlen, Organisationsgrade, erste Tarifverträge, Handlungslogiken) vorgestellt und von den dominierenden Industriegewerkschaften abgegrenzt. Der zweite Teil des Vortrags behandelt das aktuelle Problem Tarifeinheit versus Tarifpluralität. Eine ausführliche Kritik des Tarifeinheitsgesetzes erfolgt auf drei Ebenen: Probleme der Praktikabilität, Einordung in den Kontext, potentielle Konsequenzen für die Arbeitsbeziehungen. Der Schlussteil gibt einen Ausblick auf die weiteren Entwicklungsperspektiven der Berufsgewerkschaften.

 

Zur Person:

Prof. Dr. Berndt Keller ist seit 1987 Professor für Arbeits- und Sozialpolitik an der Universität Konstanz. 1981 habilitierte er an der Universität Essen, wo er seit 1971 als wissenschaftlicher Assistent tätig war und  1975  zum Akademischen Rat im Fach Empirische Sozialforschung ernannt wurde. 1973 promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum, wo er seit 1967 Sozialwissenschaft studierte.

Neben Forschungs- und Studienaufenthalten an der University of California war Keller Leverhulme Visiting Professor an der University of Warwick und am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans-Böckler-Stiftung Düsseldorf.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen: Atypische Beschäftigungsverhältnisse, Flexicurity, Arbeitspolitik in der EU, Zusammenschlüsse von Organisationen und Berufsverbände.